CommunalConnect Network

Breitbandkompetenz für den ländlichen Raum

  • Aktuelles
  • Unsere Leistungen
    • Beratung
    • Planung
    • Finanzierung
    • Umsetzung
    • Betrieb
    • Dienste
  • Ihre Vorteile
  • Häufige Fragen
  • Über uns
    • Netzwerkpartner
  • Kontakt
Aktuelle Seite: Start / Archiv für Arno Abler

17. April 2016 von Arno Abler

Warum wir kommunale Breitbandnetze brauchen

160417Ein Breitbandnetz der Gemeinde? Ist das nicht die Aufgabe der Telekom?

Nein, ist es nicht. Sie hat den Netzbau nur in der Praxis seit Anbeginn des Telefonzeitalters stets gemacht und damit auch sehr viel Geld verdient. Jetzt aber steht ein Technologieumbruch ins Haus, den die herkömmlichen privaten Telefon- und Kabelnetzbetreiber nicht – zumindest nicht in der gebotenen Zeit – stemmen können: Die Umstellung auf die Glasfaser bis ins Haus. Das verschafft den Gemeinden die Chance, dieses historische Versäumnis zu korrigieren.

Die Errichtung eines Lichtwellenleiternetzes ist einerseits teuer und aufwändig, andererseits bringen die alten längst abgeschriebenen Kupferleitungen noch immer schöne Umsätze. Die großen Netzinhaber (ob aus dem Telefon- oder aus dem Kabelfernsehbereich) haben daher kein besonderes Interesse, den Breitbandausbau voranzutreiben. In der Praxis werden sie vor allem dort aktiv, wo Konkurrenz droht, oder dort, wo die Gemeinde mangels besseren Wissens bereit ist, den FTTC-Ausbau mit ein paar zusätzlichen ARUs (österreichisch für die Kabelverzweiger der A1, in Deutschland DSLAM) zu subventionieren.

FTTC steht für Fiber to the Curb, also Glasfaser bis zum Verteilerkasten. Danach geht es aber wie bisher mit Kupfer weiter zu den Endkunden und bedeutet weiterhin asymmetrische und limitierte Bandbreiten. Leider fördert die EU diese Vorgangsweise (ob durch mangelnden Mut oder erfolgreichen Lobbyismus sei dahingestellt) und begibt sich damit der Chance, Europa mutig in die erste Liga der globalen Kommunikation zu hieven.

Ein weiterer Ausbau der alten Infrastruktur bedeutet für die Gemeinde erkleckliche Kosten, ohne jemals in den Besitz des Netzes zu kommen, und weiterhin unterversorgte Ortsteile, in denen sich die Investition trotz Subvention nicht rechnet. Letztendlich handelt es sich dabei nur um eine Übergangstechnologie, die in ein paar Jahren neuerlich nach öffentlichem Geld rufen wird. Der gravierendste Nachteil ist jedoch, dass dadurch ein nach eingehender Auseinandersetzung mit der Materie doch noch ins Auge gefasstes kommunales FTTH-Glasfaserprojekt tendenziell unwirtschaftlicher wird, weil durch den sinkenden Leidensdruck infolge etwas höherer Bandbreiten durch FFTC die Wechselbereitschaft der Kunden auf das teurere aber nachhaltige Breitbandnetz der Gemeinde sinkt.

Aber warum soll nun die Gemeinde das Netz bauen? Ganz einfach aus folgenden Gründen:

  • Das Glasfasernetz bis in die Haushalte und Unternehmen (FTTH, FTTO – Fiber to the home/office) ist die einzige Technologie mit quasi unlimitierten Kapazitäten, die auf lange Sicht den Bandbreitenhunger der modernen Gesellschaft mit symmetrischen Down- und Uploadraten befriedigen kann.
  • Alle Gemeindeteile können gleichermaßen versorgt werden, weil wirtschaftlich „schlechtere“ Ortsteile (lange Leitungen, wenige Kunden) durch die „besseren“ mitgetragen werden. Die Unternehmen bauen aus nachvollziehbaren Gründen nur dort aus, wo es sich für sie rechnet.
  • Jedes passive Glasfasernetz ist irgendwann abbezahlt, bringt aber in der Regel lange darüber hinaus Erträge, die die Gemeinde gut gebrauchen kann. Und das wertvolle Asset bleibt der Gemeinde erhalten, weil sich das Netz kaum abnutzt und nur sehr geringe Folgekosten verursacht.

Gemeinden oder öffentliche Betriebe haben seit vielen Jahrzehnten Infrastrukturen der Daseinsfürsorge in Eigenregie gebaut und betrieben. Niemand würde ernsthaft fordern, dass Gemeindestraßen, Trinkwasser- oder Abwassernetze in private Hand gehören. Warum sollte das dann für die wichtigste Infrastruktur der Zukunft gelten, die für die Qualität des Lebens- und Arbeitsraums in einer Gemeinde mehr und mehr existenziell ist?

Liebe Bürgermeister, packt die Sache JETZT an und schafft euch euer kommunales Breitbandnetz. Die CommunalConnect-Partner wissen wie es geht und helfen euch gern dabei, zum Beispiel mit einer unverbindlichen und kostenlosen Erstberatung. Nachfolgende Generationen werden euch dafür dankbar sein.

Kategorie: Breitbandnetze

10. April 2016 von Arno Abler

Warum eine kommunale Breitbandstrategie eine gute Idee ist

BreitbandstrategieEine Breitbandstrategie in Gemeinden? Wozu soll denn das gut sein?

Ganz einfach: Sie erspart Kosten, Ärger und teure Fehler. Trotzdem wird sie nur selten gemacht. Meist ist es üblich, erst mal einen Masterplan zu beauftragen, mit diesem anschließend verfügbare Förderungen zu beantragen, dann mit dem Netzbau zu beginnen, solange das Budget reicht, und irgendwann einen Provider zu suchen, der dieses Netz auch betreiben will.

Was soll denn daran falsch sein?

Gelinde gesagt, so einiges. Wer würde denn ernsthaft einen Architekten mit der Erstellung eines Bauplans beauftragen, wenn er noch nicht einmal weiß, wie groß das Haus werden soll und wieviel Geld dafür am Ende zur Verfügung steht?

Bei der oben beschriebenen Vorgangsweise beim Bau kommunaler Breitbandnetze ist die Situation aber noch um einiges komplexer. Hier weiß man nämlich zunächst nicht, wer in dem Haus letztendlich wohnen soll und ob derjenige bereit ist, die für die Darlehensbedienung benötigte Miete zu zahlen.

Was, wenn das Breitbandnetz am Ende so teuer wird, dass dadurch im Gemeindebudget über Jahre andere wichtige Projekte blockiert sind? Was, wenn  potenzielle Provider durch falsche Rahmenbedingungen nicht in der Lage sind, das Netz wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben und dann entweder das Handtuch werfen oder nur geringe Amortisationsbeiträge an die Gemeinde zahlen können? Was, wenn das Netz aufgrund fehlender Vorausschau unnötig hohe laufende Folgekosten verursacht? Was, wenn durch die Inanspruchnahme einer bestimmten Förderung rechtliche Folgen entstehen, die einen wirtschaftlichen Netzbetrieb stark beeinträchtigen?

Das sind nur einige der Aspekte, die häufig nicht oder nicht konsequent genug betrachtet werden, bevor sich eine Gemeinde in das Jahrhundertprojekt Breitbandausbau stürzt. Dabei ist es einfach und verursacht minimale Kosten, sich ganz am Anfang in Ruhe die Antworten auf folgende Fragen zu geben.

  • Was will ich als Gemeinde mit der zu errichtenden Breitbandinfrastruktur erreichen?
  • Welche Gemeindeteile soll das Breitbandnetz mindestens abdecken und welche Objekte können gegebenenfalls (vorübergehend) durch günstige Alternativen erschlossen werden?
  • Gibt es dringenden Handlungsbedarf (z.B. zur Standortsicherung) oder hat der Netzausbau Zeit, auf künftige Mitverlegemöglichkeiten zu warten?
  • Können und sollen öffentliche Förderungen in Anspruch genommen werden und wenn ja, von wem für welche Netzteile?
  • Wieviele potenzielle Nutzer hat das fertige Gemeindenetz (Haushalte und Unternehmen) unter Berücksichtigung des gegebenen Mitbewerbs durch bestehende Netzanbieter und welche Umsatzpotenziale und Kostenstrukturen ergeben sich daraus?
  • Wie sieht die Kalkulation eines künftigen Betreibers anhand der ermittelten Umsatzzahlen aus und welche Beiträge kann dieser an die Gemeinde als Netzeigentümer leisten?
  • Welche maximalen Investitionskosten ergeben sich aus künftigem Providerbeitrag, Förderungen, verfügbaren Budgetmitteln und den zu erwartenden laufenden Kosten?
  • Kann dieses Maximum durch geeignete Netzplanung, Optimierungen und günstige Verlegemethoden erreicht werden? Und wenn nicht, können eventuell zusätzliche Mittel erschlossen werden?
  • Wie sieht der tragfähige Finanzierungs- und Amortisationsplan des Projekts unter den ermittelten Rahmenbedingungen aus?
  • Welche Schritte sind notwendig, um die angestrebten Ziele zu erreichen?

Aus der Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen ergibt sich dann, wie es in der Wirtschaft längst Standard ist, eine kommunale Breitbandstrategie VOR Projektstart, die unnötige Kosten und unliebsame Erfahrungen von vornherein verhindert. CommunalConnect hilft Ihnen gerne dabei.

Kategorie: Allgemein

  • « Vorherige Seite
  • 1
  • 2

Jüngste Beiträge

  • Call 6 Leerverrohrungsprogramm Breitband Austria 2020 offen!
  • Neuer Standort in Osttirol eröffnet!
  • Herzlich willkommen bei CommunalConnect
  • Warum die Breitbandziele der EU viel zu kurz gesteckt sind
  • Das „Big Picture“ kommunaler Breitbandnetze

Aktuelle Breitband-Events

Kategorien

  • Allgemein (6)
  • Breitbandnetze (5)
  • Businessmodell (3)
  • CommunalConnect (1)
  • Internetdienste (1)
  • Verlegemethoden (1)
  • AGB
  • Impressum

© Copyright 2016 CommunalConnect · Alle Rechte vorbehalten